Edith Kienzl
Edith Kienzl ist eine Mundartdichterin aus dem Lavanttal in Kärnten. Hier findest du einige ausgewählte Gedichte von ihr.

 

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Gedichte im Dialekt von Edith Kienzl


 

Die Vaehrer va mei Mizzi-Tant

I hån sie gern − mei Mizzi-Tant, nur gach amål håt sie an Grant... (mit Video)
(Edith Kienzl)

I hån sie gern – mei Mizzi-Tant,
nur gach amål håt sie an Grant,
wals noch nia in ihrn Lebm –
a groaße Liab – såg sie – håt gebm!

I måg net zuaschaun ba den Gfrett

und such ihrn oan – im Internet!
Hiatz stellt sich jedn Tåg fürwåhr
ba ihrn a ånders Mannle vor!

Mei Tant is noch a wantsche Kaudl,
da erschte tuat ban Essn schnaudl,
da zweite schiagglt und er trinzt,
da Otto hå ihrn zvül gegrinst!

Da Houisl kimb ihrn lahpat vür,
s’ Simili so martadürr!
S’ Michale a z’kluaga Knopf,
da Fastl, der håt går an Kropf!

Da Natzi – såg sie – is a Låpp,
der håt sie uman Spårstrumpf gfråg!
Da Pauli kimb ihrn hintakrumb,
da Oasl schenkt ihrn glei a Glump!

N’ Giggatza zoagg sie die Tür,
da Pouldl håt a Nåsngschwür!
Und gestern hån i sie besuacht,
då håt’s da letzte krad vasuacht!

A krebsroats Mannle – kuglrund,
måcht sein Heiratsåntråg kund!
A Flaschli Schnåps wird’s håbm getrunkn,
(sunst hiatt’s uns net entgegngstunkn)
wia’s üban Türdrischpl is gflogn
und mir’s håbm in die Höah gezogn!

Åba krad sovül – dås hiatt’s sullt seghn,
dåss eahm mei Tant an Tritt kånn gebm
und es tuat hinta aussi scheibm –
då tat sie liaba Jungfrau bleibm,
bevor sie so a Mannle nimb –
und dånn gach net – in Himml kimb!


 

 


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