Mei Computer Alexi!!!
(Thomas Tatschl)
Do kimb kürzlich oh wie schön
unser Bua der groaße, mit an Computer zwegen.
Do Vota, hoßt wos für deine olten Toge,
des Feiern dos bringt dir nix wen ich es dir glei sog,
tua die fleißig jetztn mit dem Ding do beschäftigen,
dos tuat deinen Gedonkengong sehr wohl bekräftigen.
So, jetzt homa glei aufgestellt des groaße Ding.
I hob glei amol zuagschaut wia dies wohl alles ging,
hob zuerst jo gor net gewußt wia des wohl geaht,
wo a jedes Ding wohl hingstellt gehört.
"So", sog er donn, der Bua, "Voter jetzt lous du amol her,
i werd dir zoagen glei, die Regeln und noch mehr."
"Wir geben den Herrn hier glei an scheanen Nommen,
is leichter hontiern mit ehm won ma ehm onredn konn.
Alexi, der soll von jetzt an sein dein Freund,
soll dir vertreiben Langeweile und bringen große Freud.
Tua ihn behandeln guat, tua auf ehm recht guat schaun,
er wird schenken dir a groaßi Freud, und viel Vertraun.
Ich will dir jetzt erklären, wia ma ihn in Betrieb wohl nimb,
und etla Sochen mehr. Wia ma ihn zum Schreiben bringt,
recht wichtig is es auch, wia ma ihn zur Ruhe setzt.
Danach is es guat, wenn man entlasten tuat des gonze Netz."
So hot er mir erklärt und noch amoll erklärt, so viel und schean
wia er don gongan is, hob i für mi gedocht, wia wird des lauter geahn.
So jetzt fong i holt on, doch vorher bitt i den Alexi schean:
"Tua du a so schreiben wia meine Gedonken geahn!"
Oba ohje, der Alexi denkt wohl gor net dron,
oder hob i glei wos falsch gedruckt, wos er net wissen konn?
Doch der Alexi zoag es mir! Mir ist es, als wollt er mich wie nie zuvor
verhöhnen und verspotten, fließendlich wie nie zuvor.
Alexi denk i mir, tua du mi net närrisch mochen, des sog i dir.
Doch die Zeit heilt alle Wunden, die Unkenntnis ist viel verschwunden.
I hob oft wos Scheanes a mit ihm gemocht, doch oft hot er mich ins
Abseits donn gebrocht.
Hob mich oft mit eahm wohl obgeplogt, hob mi oft schon neahma
zuwi gewogt.
Will schon gor neahma denken dron, wa er mi so gfahrn kon.
Oft hob i olles verlossen bin gongan davon,
hob meinen Buam oder die Enkel berichtet davon.
Hob später angfongan meinen Alexi zu vertraun,
will jetzt mitn Alexi von neuem in die Zukunft baun.
Doch, noch ab und zu wie zum Hohn
zeigt Alexi mir so nebenbei, wos i jo noch net konn.
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Mei Hoamat im Lovanttol
(Thomas Tatschl)
Im Lovanttol drinan, hübsch drobn auf der Höh,
do liegt a liabs Örtle, schaut obi ins Tol so schean.
Es is do herobn mei Hoamat, mei Guat!
Drum könnt is nia net verlossen, es liegt mia so im Bluat.
Won holt, i amol müaßat furt geahn, von mein Örtlan mein kloan,
weit ausi in die Fremde, vergessan kunt is wohl nia!
Jo jo, des Hoamweh des wars, dos pockat mi on.
Deswegn müaßat i glei schaun wia i wieda hoam keman konn.
Es is jo nix Bsunders, da Ort is jo lei kloan.
Oba es is holt a Örtle, wo ma glücklich sein konn.
Hier lebt man, hier liebt man, hier fühlt man sich wohl.
Es is dies die Hoamat, dö ma vergessan nia konn.
Jo, wonn ma von do herobn dos Tol so betrocht,
do donk i den Herrgott, der so liab und so schean hot gemocht.
Und de Leut, dö wos kemman zu uns eina ins Tol,
do isas recht gmüatlich, des isas Paradies, sogns ollemol.
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Die Vev!
(Thomas Tatschl)
I wor a Bua, von kam fünf Johren,
wia i im Wold drin bei mein Onkel wor.
Wir worn dahoam a etla Kinderlan,
so recht ane kloan Schronzen holt
und zwida, wia holt Kinda sind. Oft bold
do hot mi mei Großmuata afn Zügl gnoman.
Dos is mir für weiterhin recht guat bekommen.
Do wor donn bei uns seit longer Zeit
a recht a kamotes Weiberleut.
A weit verwond, i woas net mehr.
Ogstommt hots von Schiafling her,
Veva Münzer hot sie sie gschriebn,
is meist bei die Kloan im Haus gebliebn.
Hot gwoschen, olli gekampelt und gstriegelt,
olli recht gsunta aufgeziegelt.
Ols Schula Bua, es is schon long,
bin i in die Ochsen voraus gong.
Hom ma geackert drausen ban Roan,
mei guata Onkel und i aloan.
Do frog i gach ban rosten drauf:
"Du Onkel, lous du amol aweni auf!
Wia olt kinat sein, die Vev dahoam?"
Der loant se umi recht schean bakloan,
zünd recht kamot sei Pfeifn on und sog:
"Wia olt die Vev is host mi gfrog?
Jo mei Bua, dos konn i dir leida a net sogn,
am besten tuast sie selber frogn!
Schon mi hots glokt ols kloana Bua
unds gonze Gschwiestrach a dazua.
Hot gekocht und gschaut aufs gonze Haus
und ab und zua is sie a aufn Grund hinaus.
Hot epa kronk amol sich oans nieder glegt,
die Veva hot a jeds gepflegt.
Hots Kräutlach kennt, a jede Blüah ban Nom.
Wen heitswon gach wer war zan frogn,
die Vev hot ollewal wos gwießt zan sogn.
Die orman Leit dahoam im Holz
seint nia lar gongen: An Löffl Schmolz,
a Reindalie, a stötzli Mehl
und Gotlan; Bua jo meina Seel,
a zwanzge hots gnoman, jo meiner Seel
und hot an jeden wos, recht wor, geben.
Wos i mi so erinnern konn,
wors auf zur ersten Morgenstund.
Und wor a müad ihr Orbeitshond,
i hobs nia gsegan mit an Grant.
So hot sie gorbat Tog für Tog,
wor nia a Red von aner Klog,
hot mi auflockt die Muata.
Wenn du hiatz gfrogt host wia olt
epa die Vev wohl war, vom Neunziger
wird wohl viel net fahln.
So Bua geah vor mia müaßma alln!"
Dos sege Johr es wor net weit
so um die Ollerhaling-zeit,
hot worm recht oft die Sun noch glocht
und olli Ehr den Hirbist gmocht,
sog do die Vev, gach noch dem Essn:
"Heit bin i müad", is eini gsessan
in ihra Stubn, is nieder glegn!
"Tuabs enk net Sorgen, es wird wieder wean.
A weani schlofen, aft is wieder guat,
wießts e wias olten Leuten tuat!"
Wia ma san hoam keman von baun,
bin i don gongan zu da Veva schaun.
"Du Veva du", so hon i gfrogt,
dö hot oba koa Wörtli gsog.
Is stüll doglegan, hot mi net kennt,
den Rosenkronz um boade Händ.
So is sie gong, in stiller Ruah,
für ollawal hoam, dem Herrgott zua.
So is sie gstorben. Ihr gonzes Leben
da Hoamat und der Orbeit geben.
Grot neunzig Jahrlan wor sie olt,
die Vev, dahoam, bei uns im Wold.
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Die Bauernwelt
(Thomas Tatschl)
Viel Stadtla glabn, auf einem Hof
leben beklopfte neben die Schof.
Keiblan und Faklan mitgezählt,
des war die beschränkte Bauernwelt.
A Bauer braucht ka Schul, ka Lehr.
Die Ansicht stimmbt schon lang nicht mehr!
Er muaß mehr wissen as wia a Studierter,
und auf ein Foch Spezialisierter.
Muaß rechnen können, überlegen,
des Folsche mit den Rechten abwägen,
muaß schlau sein wie ein Advokat
und wenn krat noat, a weani obgedraht.
Muas bold mehr Schlosser sein wia Bauer,
Maschinen brauchen dies auf die Dauer,
muaß neben pflügen, säen, spritzen,
heitzwon zu die Behörden flitzen.
Muaß aussa futtern, mist wegputzen,
a noch verstehnan, dos Obstbam stutzen.
Muas können auf den Rehbock zieln,
muaß können bei die Viecher Hebamme spielen.
Muaß artzten kinnan, Solbm schmiern,
derf sich ols Fleischhauer a net ziarn,
wonn lar die Speis oder in Not,
wias gach oft will, der liabe Gott.
Er muaß heitswon wegan dem Wetter fluachen,
donn wieder hoffnungsvoll den Herrgott suachn.
Muaß dongl kinan, Sensen wetzen
und a, auf die Fratn, Bamlan setzn.
Er kennt die Gefohr von die Motorsogn,
und muaß recht oft sei Leben wogen,
wenn gach der Traktor oder der Drescher,
übern Hong folt, mit an Klöscher.
Wenn er noch leb, noch so an Gschick,
is für den Hof a morts Drum Glück!
Doch oans, dos mocht eham richti sauer,
wenn oft geaht um die Red, vom dumman Bauer.
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